Benefits

Neues Jahr, neue Regeln!

Das große Thema zum Jahreswechsel: Was ändert sich 2022 in der Benefitwelt?

Das große Thema zum Jahreswechsel: Was ändert sich 2022 in der Benefitwelt?

Im neuen Jahr erwarten uns erhöhte beziehungsweise verlängerte Auszahlungen steuerfreier Zuschüsse, steuerliche Begünstigungen und eine erhöhte Renditechance. Insgesamt bringt das neue Jahr viele positive Entwicklungen mit sich, sodass auf Benefits nicht mehr verzichtet werden kann.

Monatlich zusätzliche 6€ steuerfreier Sachbezug für jeden Arbeitnehmenden

Im Jahr 2022 können sich Arbeitnehmer auf eine Erhöhung des steuerfreien Sachbezugs um insgesamt 6€ freuen. Auf das ganze Jahr gesehen sind das 72€ mehr, als 2021. Genauer gesagt erhöht sich der Zuschuss von 44€ auf 50€ monatlich. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitenden Waren oder Dienstleistungen in diesem Wert steuer- und sozialabgabenfrei zukommen lassen. Das Konzept schließt auch Gutscheine, Prepaid-Karten und sogenannte Sonderzahlungen in Höhe von dreimal jährlich 60€, die Arbeitgeber anlässlich von Jubiläen oder Geburtstagen verschenken können, mit ein.

Der Essensuzschuss und das Dienstfahrrad werden noch attraktiver

Auch zwei weitere Änderungen lassen die Benefitherzen höher schlagen. Eine betrifft den “Essenszuschuss”-Anbieter Spendit. Dank einer Gesetzesänderung können Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden ab 2022 über Lunchit 6,67€ pro Tag erstatten. Das sind pro Tag 0,10€ mehr als im Vorjah. Arbeitnehmer haben also künfitg zusätzlich 24€ im Jahr, die ihnen vom Arbeitgeber erstattet werden.

Eine weitere gesetzliche Änderung bezieht sich auf das Mitarbeiterbenefit “Dienstfahrrad”, welches einen regelrechten Fahrradboom ausgelöst hat. Im Jahr 2020 wurden nahezu 17 Prozent mehr Fahrräder verkauft als im Jahr zuvor. Auch Dienstfahrräder, die vom Arbeitgeber gekauft oder geleast und den Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt werden, gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Dieser Trend ist unter anderem auf die Senkung der Bemessungsgrundlage für Dienstfahrräder zurückzuführen. Für diese zahlen Arbeitnehmer nur ein Viertel der Steuer, die sie für ihren Firmenwagen zahlen würden. Heißt: Wo früher 100 Euro pro Monat steuerpflichtig waren, muss der Arbeitnehmer heute nur noch auf 25 Euro Steuern zahlen. Der Steuersatz ist aber derselbe wie vorher. Jobbikes sind also nicht nur gesund, sondern auch umweltfreundlich, voll im Trend und werden steuerlich sehr stark gefördert!

Der Corona Bonus und die Home-Office-Pauschale werden verlängert

Im neuen Jahr wird uns Corona noch weiter begleiten. Daher wurde offiziell der Corona-Bonus verlängert. Bis zum 31. März 2022 können Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden Zuschüsse und Sachbezüge bis zu einem Betrag von einmalig 1.500€ steuerfrei gewähren. Dies gilt auch für Minijobber. Danach ist ein Auslaufen der seit 1. März 2020 bestehenden Regelung aufgrund der Corona-Krise gemäß § 3 Nr. 11a EStG zu erwarten. Zusätzlich wird auch die Home-Office-Pauschale verlängert. Arbeitnehmer*innen, können fünf Euro pro Home-Office-Tag steuerlich absetzen. Dies gilt allerdings nur für maximal 120 Tage im Jahr. Somit ermöglicht die Home-Office-Pauschale den Arbeitnehmer*innen, ein steuerliches Absetzen von insgesamt 600€.

Hohe Renditechancen mit der bAV

Für chancenorientierte Mitarbeitende gibt es wichtige Neuigkeiten rundum die Beitragsgarantien für die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Wer in diesem Jahr eine Betriebsrente abschließt, bekommt in vielen Fällen weniger Garantie. Die meisten Versicherer haben diese in ihren BOLZ-Tarifen zum Jahreswechsel auf unter 100 Prozent gesenkt. Im Gegenzug werden Mitarbeitenden allerdings mehr Chancen auf höhere Kapitalerträge geboten. Diese Chancen werden auch im neuen Koalitionsvertrag hervorgehoben: “Neben der gesetzlichen Rente bleiben die betriebliche wie private Altersvorsorge wichtig für ein gutes Leben im Alter. Die betriebliche Altersversorgung wollen wir stärken, unter anderem durch die Erlaubnis von Anlagemöglichkeiten mit höheren Renditen.”

Die bAV und die “17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung” der Bundesregierung

Zum Jahreswechsel ist die betriebliche Altersvorsorge weiterhin bezüglich der Corporate Social Responsibility von Arbeitgebern interessant geworden. Die bAV fördert mehrere, von der Generalversammlung der UN beschlossenen, “Ziele für nachhaltige Entwicklung”. So wirken Betriebsrenten einer drohenden Altersarmut entgegen, fördern die Finanzierbarkeit eines gesunden Lebens für ältere Menschen, verbessern die finanzielle Gleichstellung von Frauen und sind in Summe ein wichtiges soziales Element menschenwürdiger Arbeit. Durch eine nachhaltige Finanzierung über die Betriebsrente werden insgesamt die Ziele der nachhaltigen Entwicklung unterstützt.

Im neuen Jahr können sich Arbeitnehmer also in mehreren Bereichen der Benefitwelt auf positive Änderungen freuen. Arbeitgeber haben die Chance einen freiwilligen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten und gleichzeitig die Möglichkeit ihre Corporate Social Responsibility zu stärken.

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